Josef Hovenjürgen mit Steffen Schirmacher-Rohleder02.09.2010
„Nicht zu einer Gesellschaft von Blockierern werden“
CDU-MdL Josef Hovenjürgen informierte sich über die geplante Biogasanlage in Holsterhausen
Dorsten – Am Mittwoch informierten sich der Dorstener CDU-Landtagsabgeordnete Josef Hovenjürgen gemeinsam mit örtlichen CDU-Vertretern über den geplanten Bau der Biogas- und Holzverwertungsanlage am alten Steinwerk in Holsterhausen. Steffen Schirmacher-Rohleder von der Firma ODAS stellte den Christdemokraten den Plan für die Anlage vor, welche auf der aktuellen Brachfläche entstehen soll.
„Die Firma ODAS setzt mit der Form der Trockenfermentation auf eine zukunftsfähige und nachhaltige Technik bei Biogasanlagen“, stellte Hovenjürgen heraus. Der Landtagsabgeordneter, der als stellv. Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion auch für die Bereiche Energie und Umweltschutz zuständig ist, begrüßte insbesondere den Einsatz von Grünschnitt: „Hier wir Material zu Biogas und Wärme veredelt, welches bisher ungenutzt blieb.“ Schirmacher-Rohleder betonte, dass die Firma ODAS bewusst auf die Verwertung von Gülle, Hausabfällen und Maissilage verzichtet habe. „Und das haben wir auch so in die Genehmigung mit aufnehmen lassen.“ Der Landtagsabgeordnete betonte, dass durch den Verzicht von Mais auch keine Interessen der landwirtschaftlichen Veredelungsbetriebe (Viehhalter) berührt würden.
Daneben berichtete der ODAS-Geschäftsführer über den aktuellen Rechtsstreit. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen sei in erster Instanz der Position von Kreis und Stadt gefolgt, dass der Standort am alten Steinwerk geeignet sei. Nun hätten die Biogasanlagen-Gegner aber das Oberverwaltungsgericht in Münster angerufen. Hier stünde die Verhandlung noch aus. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu einer Gesellschaft von Blockierern werden“, merkte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff an, „Schließlich ist es immer schwieriger, Energieprojekte, egal ob Kohlekraftwerk oder Biogasanlage, in Deutschland umzusetzen.“ Nur zu sagen, dass man regenerativen Energien positiv gegenüber stünde, aber jedes Projekt vor seiner Haustür dann verhindere, sei nicht redlich. „Dieser Standort ist fast unmittelbar über eine Bundestraße angebunden, es wird dahinter noch ausgesandet, die nächste Wohnbebauung ist einige hundert Meter weit weg, Emissionen sind nach Gutachten bereits einige Meter vom Zaun kaum oder nicht mehr wahrnehmbar, ODAS ist durch Einhausung und den Verzicht des Einsatzes von Gülle oder Hausabfällen den Kritikern entgegengekommen. Ich erkenne nichts, was gegen diesen Standort spricht“, betonte Josef Hovenjürgen abschließend.












