22.12.2010

Gesamtem Kraftwerksstandort Datteln droht das Aus
Grüne wollen nach den Behinderungen für den Kraftwerksneubau Datteln IV jetzt auch die bestehenden alten Blöcke I, II und III bis 2012 in jedem Fall abschalten

Josef Hovenjürgen MdL sieht die Zukunft des Kraftwerksstandorts in Datteln bedroht: "Geht es nach dem Willen der Grünen, wird es ab 2012 auch das bestehende Kraftwerk nicht mehr geben. Das hat die Grüne Landtagsfraktion in der vergangenen Woche beinahe schadenfroh deutlich gemacht. Für die industriepolitische Zukunft unserer Region und für die betroffenen Arbeitnehmer ist dies ein Schlag ins Gesicht. Wenn sich die Politik der Minderheitsregierung nicht ändert, wird bald eine ganze Stadt unter dem ideologisch geprägten Stil von grün-rot in Düsseldorf leiden müssen."

Hovenjürgen weiter: "Solange Datteln IV nicht am Netz ist, muss es für die Blöcke Datteln I - III weitergehen. Die Auswirkungen für Datteln und die Region wären sonst fatal. Neben dem Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen, würden Gewerbesteuereinnahmen in beträchtlicher Höhe wegfallen. Beides wird in Datteln aber dringend benötigt."

Der Landtagsabgeordnete macht sich zudem Sorgen um die Signalwirkung, die eine solche Entwicklung auf den Industriestandort haben könnte. "Eine Region, die sich mitten im Strukturwandel befindet, braucht zukunftsweisende Projekte. Dazu gehört auch die Verwirklichung des newPark und der B474n. Auch hier herrscht in Düsseldorf Stillstand. Frau Kraft darf die Dattelner Bürger nicht länger im Regen stehen lassen. Sie muss jetzt vor allem den Hilferuf des Münsteraner Regierungspräsidenten Paziorek ernst nehmen", fordert Josef Hovenjürgen. Dieser hat Frau Kraft aufgefordert, endlich zu sagen, wie es in Datteln weiter gehen soll, nachdem sich Grüne und SPD im RVR und im Landtag wichtigen Beschlüssen verweigern.

"Frau Kraft offenbart Führungsschwäche. Dennoch muss sie jetzt endlich Stellung beziehen. Bislang hat sie jegliche Konfrontation mit dem grünen Koalitionspartner gemieden. Den Preis dafür zahlen die Menschen in der Region. Damit muss endlich Schluss sein", fordert der Landtagsabgeordnete abschließend.