Josef Hovenjürgen08.09.2010
Stellungnahme zum Artikel: "Eine Abschaffung würde einen Aufstand auslösen - Gymnasien: Probleme bei längerem gemeinsamen Lernen."
Zum oben genannten Artikel nahm Josef Hovenjürgen MdL wie folgt Stellung:
Auch ich teile die Sorgen der Schulleiter unserer Gymnasien im Kreis Recklinghausen. Die SPD-geführte Minderheitsregierung darf unsere Gymnasien nicht zum Spielball von ideologischer Vorstellungen machen. Frau Kraft und Frau Löhrmann sollten nachdenklich werden, wenn nun auch 6 Schulleiter aus dem Kreis eindrücklich warnen, dass längeres gemeinsames Lernen, ich zitiere: "der Todesstoß für unsere Gymnasien sein kann." Die Fachleute bestätigen weiter: "Längerem gemeinsamen Lernen fehlt die gymnasiale Basis," und "ein längerer gemeinsamer Unterricht würde nicht funktionieren."
Es gibt kein gesichertes Wissen darüber, dass durch längeres gemeinsames Lernen Lern- und Sprachdefizite ausgeglichen werden können. Die Erfolge von früherem gemeinsamen Lernen hingegen sind belegt. Deshalb bin ich dafür, dass dem bisherigen ersten Grundschuljahr ein verpflichtendes Lernjahr (vergleichbar Vorschule) vorangestellt wird. Das bringt nachweislich gerade für Kinder aus bildungsferneren Schichten und für Kinder mit Zuwanderungshintergrund große Vorteile.
Mit freundlichen Grüßen
Josef Hovenjürgen MdL
Anmerkung der Redaktion: Im oben genannten Artikel haben 6 Schulleiter an Gymnasien im Kreis Recklinghausen ihre Sorgen gegenüber den Auswirkungen von längerem gemeinsamen Lernen auf das Gymnasium ausgedrückt.












